Im Jahr 2025 fanden bereits zum 24. Mal die Steuerspar-Beratungen der AK Niederösterreich statt. Seit einigen Jahren können die Mitglieder das ganze Jahr hindurch ihre Beratungs-Termine wahrnehmen. Seither wurden mehr als 244 Millionen Euro für die Mitglieder vom Finanzamt zurückgeholt. Allein 2025 waren es 20,9 Millionen Euro an zu viel bezahlten Steuern, die 16.100 AK-Mitglieder mit Unterstützung der AK Niederösterreich zurückholen konnten. Die Fachleute der AK stehen dabei den Mitgliedern nach Terminvereinbarung in den AK-Bezirksstellen für persönliche Beratung zur Verfügung. Zusammen mit allen telefonischen und E-Mail-Anfragen haben die Steuer-Expertinnen und Experten der AK Niederösterreich 2025 knapp über 29.200 Beratungen durchgeführt.
Die AK-Expertinnen und -Experten legen mit ihrer jährlichen Einkommensanalyse einen Überblick über die Einkommenssituation der niederösterreichischen Arbeitnehmer:innen dar. 2024 betrug das Bruttomedianeinkommen der in Niederösterreich unselbstständig Beschäftigten 2.881 Euro. Die Berücksichtigung der hohen rollierenden Inflation 2022 und vor allem 2023 hat sich auch in den vorliegenden Einkommensdaten niedergeschlagen. Während das reale Medianeinkommen 2022 um 4,5 Prozent deutlich sank und 2023 wegen der hohen Inflation mit +0,2 Prozent auf der Stelle trat, war 2024 ein realer Zuwachs von 5,5 Prozent zu beobachten. Für viele Haushalte bleibt die finanzielle Situation dennoch angespannt.
Von Smart Meter, Energieeffizienz, Anbieterwechsel bis zu Teuerung bei Energie – die AK-Expertinnen und -Experten haben Mitglieder zu den Themen Strompreisbremse, Befreiung von Ökostromförderbeitrag und Heizkostenzuschuss beraten. Zusatzlich haben sie Vorträge und Webinare zum Thema hohe Energiepreise und Netztarife, Zukunft der Stromnetze und stark steigende Inflation durchgeführt.
Die AK Niederösterreich hat Ende 2025 ihre aktuellste Pendleranalyse präsentiert. Daraus ging hervor, dass mit 57,24 Prozent deutlich mehr als die Hälfte der niederösterreichischen Arbeitnehmer:innen in einen anderen Bezirk auspendeln muss. Mehr als ein Viertel der Arbeitnehmer:innen pendelt nach Wien, nur noch knapp ein Fünftel hat einen Arbeitsplatz in der Gemeinde. Die Erhebung ist für die interessenpolitische Arbeit der AK von großer Bedeutung. Neben dieser Grundlagenarbeit haben die AK-Verkehrsexpertinnen und Verkehrsexperten Mitglieder bei Fahrgeldnachforderungen beraten und für sie bei den ÖBB interveniert sowie Auskünfte zu Fahrgastrechten und Verspätungsentschädigungen, Auskünfte zu Problemen mit Nachtzugreisen, Dynamic Pricing, Studierenden-Tickets, Seniorinnen- und Seniorentarifen durchgeführt. Anfragen von Pendlerinnen und Pendlern betrafen auch Zugausfälle und Schienenersatzverkehre. Regelmäßige Gespräche mit ÖBB und VOR halfen, Lösungen für die Probleme mit Verbindungsintervallen in der Ostregion zu erarbeiten.
Politische Interessenvertretung der niederösterreichischen Arbeitnehmer:innen basiert auf Daten, Zahlen und Fakten. Mit den Monatsberichten dokumentiert und kommentiert die AK Niederösterreich Konjunktur, Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsstandort in Niederösterreich. Mit mehreren Regionsbroschüren zeigt sie regionale Entwicklungen in Niederösterreich auf.
Neben der Betreuung der AK-Vollversammlung und Gesetzesbegutachtungen wirkten die AK-Fachleute bei gewerberechtlichen Stellungnahmen und in Gremien für Wirtschaftsförderung mit. An 36 Halbtagen hielten Prüfer:innen der AK mündliche Prüfungen für die Berufskraftfahrqualifikation für Lkw und Busse ab. An zwölf Tagen wurden Konzessionsprüfungen für Güter- und Personenbeförderung durchgeführt. Die AK-Fachleute arbeiteten in Gremien wie Agrarmarkt Austria, NÖ Wirtschaftsgremien, AMS Landesdirektorium oder Landwirtschaftskommission (Erstellung „Grüner Bericht 2025“) mit.