Die AK setzt sich für die Gleichstellung der Geschlechter und berät bei Fragen rund um Beruf und Familie.
Das AMS NÖ und die AK Niederösterreich organisierten unter dem Titel „Wo[man] & Work“ am 6. Mai 2025 in AMS-Regional- bzw. AK-Bezirksstellen Infoveranstaltungen für Wiedereinsteiger:innen.
Mit vier Online-Infoveranstaltungen „Ein Kind kommt“ haben AK und ÖGK rund 1.200 Mütter und Väter zu Kinderbetreuungsgeld, Karenz, Mutterschutz und Co. informiert. Rund 200 Interessierte nahmen zudem an einem Webinar zum Thema „Frauen und ihre Pension” teil.
Mit der Epicenter Academy wurden ein Webinar, ein Seminar und E-Learning-Inhalte für Mitarbeiter:innen von Frauenhäusern in Niederösterreich angeboten und durchgeführt. Zudem führte die AK Niederösterreich im Rahmen der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ ein Webinar mit über 50 Teilnehmer:innen durch.
AK-Expertinnen berieten bei der Berufsmesse des AMS NÖ und der Frauenmesse der österreichisch-serbischen Frauen sowie beim Fest der Begegnung in St. Pölten insgesamt über 1.200 Besucher:innen..
Die AK hat 33 Workshops mit 370 Frauen in sozialökonomischen Betrieben zu Gleichbehandlung, Lohn- und Einkommenssteuer, Wohn- und Mietrecht, Betriebs- und Energiekosten, Aus- und Weiterbildung, Sozialstaat und Klimakrise durchgeführt. Bei zwei Strategieworkshops wurden mit 60 Teilnehmer:innen Frauengesundheit und Gendermedizin sowie Scheidungs- und Unterhaltsrecht thematisiert.
Über 400 Frauen kamen zu vier AK/ÖGB-After-Work-Drink-Treffen in Heidenreichstein, Hollabrunn, Wiener Neustadt und Ybbs. 580 Eltern sahen sich mit ihren Babys Filme im Cinema Paradiso in St. Pölten und in Baden sowie auch – seit 2025 neu – im Acht Millimeter Kino Mank an.
Die ÖGK-Gesundheitsmesse „Gesundheit für SIE“ im November 2025 sowie das Projekt „FRAUSEIN – gesund gestärkt durchs Jahr“ des Vereins Waldviertler Frauenwirtschaft wurden 2025 wieder von der AK Niederösterreich unterstützt.
Zum Weltfrauentags wurden am 5. und 6. März in St. Pölten Kabarett-Vorstellungen mit den „Kernölamazonen“ geboten. 800 Besucher:innen ließen sich die beiden Veranstaltungen nicht entgehen.
Erhebungen und Analysen sind zentrale Instrumente, um die Effekte (frauen-)politischer Maßnahmen sichtbar zu machen. Die AK-Expertinnen für Frauenpolitik bereiten hierfür regelmäßig Statistiken zu Themen wie dem Gender Pay Gap, Kinderbetreuungsgeldbezügen oder dem Frauenanteil in Führungspositionen auf. Ein Schwerpunktthema ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die jährlich in der Kinderbetreuungsanalyse untersucht wird. Die Analyse zur Elementarbildung 2025 umfasste zudem eine Erhebung der Elternbeiträge. Das Ergebnis: Die Kosten für die Nachmittagsbetreuung im Kindergarten sind im Vergleich zu 2023 überdurchschnittlich gestiegen. Für eine vollzeittaugliche Betreuung inklusive Verpflegung und Bastelbeitrag müssen Eltern monatlich mit rund 217 Euro pro Kind rechnen. Ergänzend bietet der Kinderbetreuungsatlas der AK Niederösterreich als Service-Tool aktuelle Daten zu rund 1.500 Einrichtungen im Bundesland. Da Fragen zu rechtlichen Ansprüchen und Förderungen zunehmen, wenden sich Eltern verstärkt direkt an die Expertinnen der Abteilung. Zudem wurde 2025 an der Konzeption neuer Beratungsangebote für gleichgeschlechtliche Paare gearbeitet.
Unter dem Titel „Nicht cool, nicht witzig, nicht okay“ fand am 14. Oktober 2025 eine Tagung zum Thema sexuelle und geschlechtsbezogene Belästigung am Arbeitsplatz statt. Im Fokus der Veranstaltung mit 130 Teilnehmer:innen stand die brandaktuelle Studie von L&R Sozialforschung „Sexuelle und geschlechtsbezogene Belästigung am Arbeitsplatz. Erfahrungen in männerdominierten Branchen in Niederösterreich“, die von der AK Niederösterreich in Auftrag gegeben wurde. Die Ergebnisse sind alarmierend: Knapp die Hälfte der Beschäftigten in den Bereichen Industrie und Gewerbe sowie Information und Kommunikation hat bereits sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt. Frauen sind mit 57 Prozent deutlich mehr betroffen als Männer (35 Prozent). In der Keynote von Adriana Mandl (AK Wien) wurde zudem die Ratifizierung der ILO-Konvention 190 gegen Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt durch Österreich thematisiert. Zusätzlich wurden die Resultate des Projekts „Safer Place“ des Vereins Wendepunkt vorgestellt – eine Befragung und Sensibilisierungskampagne gegen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Verkehr, gefördert durch den Projektfonds Arbeit 4.0 der AK Niederösterreich.