Mehr als 132.000 Arbeitnehmer:innen wandten sich im vergangenen Jahr 2025 an die AK-Arbeits- und Sozialrechtsexpertinnen und -experten im Arbeitnehmer:innenzentrum in St. Pölten, in den 21 Bezirksstellen und den zwei Servicestellen in Niederösterreich sowie an das Servicecenter in Wien. Rund 3.700-mal musste die AK bei Betrieben intervenieren. Für mehr als 3.200 Mitglieder sicherten die drei Rechtsschutzbüros der AK Niederösterreich ihre Ansprüche über den Gerichtsweg. Weiterhin gefordert waren auch die Expertinnen und Experten des Insolvenzreferates der AK Niederösterreich. Sie haben rund 4.200 Vertretungsfälle abgeschlossen. Gleichzeitig waren 2025 weitere 4.500 Beschäftigte von Insolvenzen ihrer Betriebe betroffen. Aus dem Insolvenzentgeltfonds konnten durch den Einsatz der AK rund 78,6 Millionen Euro an die Betroffenen ausbezahlt werden. Insgesamt wurden für die Beschäftigten 142,7 Millionen Euro an Ansprüchen erkämpft.
2025 gab es fünf Infoveranstaltungen „Rund um die Pension“ in Horn, Neunkirchen, Waidhofen/Thaya, Mistelbach und Amstetten. 1.260 kurz vor der Pension stehende Mitglieder nahmen teil. Zu den Infomessen „Rund um die Pflege“ in Wr. Neustadt und Höflein kamen 265 Besucher:innen, um sich über Pflege, das Pflegegeld oder die 24-Stunden-Betreuung zu informieren. Im Herbst 2025 fand in St. Pölten zudem eine arbeitsrechtliche Fachtagung mit Vortragenden aus Lehre und Rechtsprechung statt.
Die AK-Expert:innen berieten und vertraten auch 2025 zahlreiche Mitglieder nicht nur in Gerichtsverfahren rund um Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen oder Rehabilitationsgeld, sondern auch bei Verfahren zur Feststellung von Schwerarbeitszeiten. Sei es körperliche Schwerarbeit, Schicht- oder Wechseldienst aber auch Arbeit im sensiblen und herausfordernden Pflegebereich – ein hoher Anteil der Sozialrechtsklagen an den niederösterreichischen Landesgerichten Korneuburg, Krems, St. Pölten und Wr. Neustadt erfolgte aufgrund des von der AK gewährten Rechtsschutzes. Die Vertretung vor Gericht erfolgt im Sozialrechtsverfahren durch erfahrene Rechtsanwält:innen und unsere Expert:innen, welche einen Anteil von rund 40 % der sozialrechtlichen Gerichtsverfahren selbst führen.
Im Arbeitsrecht waren in der Beratung Kündigungen, Entlassungen und einvernehmliche Auflösungen sowie offene Ansprüche die häufigsten Themen. Des Weiteren wandten sich Mitglieder mit ihren Fragen zur Elternschaft, Urlaub und Arbeitsverträgen an die AK–Arbeitsrechtsfachleute. Vor dem Arbeitsgericht musste die AK vor allem offen gebliebene Ansprüche aus Dienstverhältnissen einklagen, Kündigungen anfechten oder auch Feststellungsklagen einreichen.
Die Sozialrechtsexpert:innen der AK Niederösterreich haben die Mitglieder bei Fragen zur Arbeitslosen-, Pensions- und Krankenversicherung beraten. Zudem suchten Mitglieder auch bei den Themen Pflegegeld, Kinderbetreuungsgeld und Wochengeld Rat und Hilfe bei den Fachleuten des Sozialrechtsreferats der AK Niederösterreich.